ICH.Testvorbereitung
1. Die Dicke der vorbereiteten Probe muss mindestens das Achtfache der Eindringtiefe betragen (üblicherweise ≥10 mm), um zu verhindern, dass der Eindruck in die Probe eindringt oder durch die Auflagefläche an der Unterseite beeinträchtigt wird.
2. Tragen Sie beim Umgang mit der Probe Schutzhandschuhe, um einen direkten Kontakt zwischen den Fingern und der Probenoberfläche zu vermeiden, da dies zu Verunreinigungen oder Kratzern führen kann.
3. Falls verschiedene Proben unterschieden werden müssen, markieren Sie die Nicht-Testfläche mit Seriennummern, um eine Verfälschung des Eindruckbereichs zu verhindern.
4. Stellen Sie sicher, dass das Probenmaterial auf das Eindringkörpermaterial abgestimmt ist (z. B. ist für Materialien mit hoher Härte ein Wolframkarbid-Eindringkörper erforderlich), um übermäßigen Verschleiß des Eindringkörpers oder Risse in der Probe zu vermeiden.
II. Betriebsabläufe
1. Inbetriebnahme und Selbsttest des Geräts
Nachdem Sie sich vergewissert haben, dass das Netzkabel des Geräts korrekt angeschlossen ist, stecken Sie es in eine 220-V-Steckdose (50/60 Hz) und schalten Sie den Netzschalter auf der Rückseite ein. Das Gerät führt einen Selbsttest durch, das Display leuchtet auf und zeigt die Benutzeroberfläche an. Nach Abschluss des Selbsttests startet das Gerät automatisch neu und wechselt in den Standby-Modus.
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2. Installation und Inbetriebnahme des Eindringkörpers
Wählen Sie anhand der Eigenschaften des zu prüfenden Materials einen Hartmetallkugel-Eindringkörper mit geeignetem Durchmesser (φ 2,5, 5, 10 mm). Entfernen Sie das Rostschutzöl mit Alkohol und polieren Sie die Oberfläche mit einem sauberen Baumwolltuch. Setzen Sie den Eindringkörper in die Spindelbohrung ein und drehen Sie die Befestigungsschraube, bis der flache Teil des Eindringkörperschafts fest sitzt. Wählen Sie anschließend je nach Probenform eine Prüfplattform (große, kleine oder V-förmige Plattform) aus, platzieren Sie die Probe stabil und fest und stellen Sie sicher, dass die Oberfläche sauber und frei von Verunreinigungen ist.


3. Auswahl und Einstellung der Testkräfte
Das elektronische Brinell-Härteprüfgerät HB-3000C bietet 10 präzise Prüfkraftstufen (von 612,9 N bis 29421 N). Der Bediener wählt die gewünschte Kraftstufe entsprechend den Prüfanforderungen auf dem 8-Zoll-Touchscreen aus. Das Prüfgerät konfiguriert die Gewichte automatisch, um die eingestellte Prüfkraft zu erreichen.
Die Verweilzeit kann je nach Materialeigenschaften über den Touchscreen zwischen 0 und 60 Sekunden eingestellt werden. Für gängige Materialien wird eine Verweilzeit von 10–15 Sekunden empfohlen.

4. Brinell-Härteprüfung
Legen Sie das Werkstück auf die Werkbank und drehen Sie das Handrad gleichmäßig im Uhrzeigersinn, um den Probentisch anzuheben. Stoppen Sie die Drehung sofort, sobald ein Signalton ertönt, wenn die Probe den Eindringkörper berührt.
Das Prüfgerät startet den Test automatisch. Dabei wird die Hauptprüfkraft nacheinander aufgebracht, gehalten und wieder abgelassen, um eine Eindellung zu erzeugen. Anschließend wird das Handrad gegen den Uhrzeigersinn gedreht, um den Probentisch abzusenken und die zu prüfende Probe zu entnehmen.


5. Brinell-Härtemessung mittels Eindruckverfahren
Entnehmen Sie die Probe; es wird eine kreisförmige Vertiefung sichtbar sein. Messen Sie den Durchmesser der Vertiefung mit einem 20-fach vergrößernden Messmikroskop und geben Sie den Messwert anschließend in das Bedienfeld des Brinell-Härteprüfgeräts hB-3000C ein. Das System berechnet den Härtewert automatisch anhand der voreingestellten Formel.
Alternativ ist ein optionales Brinell-Messsystem erhältlich. Dieses System erfasst das Eindruckbild mittels eines CCD-Sensors, und der Härtewert wird automatisch vom Computer gemessen und angezeigt.




6. Datenerfassung und Berichtserstellung
Nach Abschluss des Tests kann der Bediener detaillierte Daten auf dem Touchscreen einsehen, darunter Härtewerte, Eindruckdurchmesser und statistische Informationen (Maximalwert, Minimalwert, Mittelwert usw.). Die Daten können entweder im internen Speicher des Prüfgeräts oder auf einem externen USB-Speichergerät gespeichert werden.
Darüber hinaus kann die Testsoftware automatisch einen Word-Bericht generieren, der Messdaten, statistische Ergebnisse und Bilder enthält und vom Benutzer ausgedruckt oder exportiert werden kann.

III.Wartung und Vorsichtsmaßnahmen
1. Nach Abschluss des Tests lösen Sie alle Testkräfte, wählen Sie die Option „Abschalten“ auf dem Touchscreen und schalten Sie den Netzschalter des Geräts aus.
2. Wenn das Gerät über einen längeren Zeitraum nicht benutzt wird, trennen Sie das Netzkabel, entfernen Sie Bauteile wie den Eindringkörper und die Gewichte, reinigen Sie diese gründlich und lagern Sie sie ordnungsgemäß an den dafür vorgesehenen Orten, um Beschädigungen oder Verlust zu vermeiden.
3. Führen Sie regelmäßige Reinigungs- und Wartungsarbeiten an der Anlage durch. Überprüfen Sie den Verschleißzustand der Komponenten, einschließlich des Eindringkörpers und der Gewichte, und tauschen Sie beschädigte oder stark verschlissene Teile umgehend aus. Halten Sie die Betriebsumgebung der Anlage sauber und trocken, um Schäden durch Staub, Feuchtigkeit oder andere Verunreinigungen zu vermeiden.
4. Tragen Sie während der Arbeit die erforderliche Schutzausrüstung (z. B. Schutzbrille und Schutzhandschuhe), um Verletzungen durch Unfälle zu vermeiden.
5. Betreiben Sie das Gerät genau gemäß den Betriebsspezifikationen. Ändern Sie die Parametereinstellungen oder Betriebsabläufe des Geräts nicht willkürlich, um die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Testergebnisse zu gewährleisten.
6. Im Falle einer Fehlfunktion oder eines anormalen Zustands des Geräts den Betrieb sofort einstellen und die Stromzufuhr unterbrechen. Anschließend das Fachpersonal für Wartung und Instandhaltung zur Überprüfung und Reparatur kontaktieren.
Veröffentlichungsdatum: 16. Januar 2026

