Bei den unten aufgeführten Kohlebürstenblöcken handelt es sich um von unserem Kunden eingesandte Muster, die einer Shore-HS-Härteprüfung bedürfen.

Zur Durchführung von Härteprüfungen an den Proben des Kunden verwenden wir das oben abgebildete Shore-Härteprüfgerät.
Dieser Shore-Härtetest für Kohlenstoffblöcke ist ein dynamischer Rückprallhärtetest. Ein Diamant-Eindringkörper mit festgelegter Masse fällt aus einer definierten Höhe frei auf die Oberfläche des Kohlenstoffblocks. Der Shore-Härtewert (HS/HSD) wird anhand der elastischen Rückprallhöhe des Materials berechnet. Der Härtewert gibt direkt Aufschluss über die Dichte, die Graphitorientierung, die Porenstruktur und den Widerstand gegen elastische Oberflächenverformung des Kohlenstoffblocks.
Anforderungen an die Proben für die Prüfung
Der Kohlenstoffblock muss eine Mindestdicke von 5 mm aufweisen. Dünne Bleche, winzige Bruchstücke und dünnwandige Kohlenstoffteile sind für die Prüfung ungeeignet. Eine unzureichende Dicke führt zu Vibrationen und Verformungen der Probe und somit zu ungewöhnlich hohen Härtemesswerten. Die Prüfoberfläche muss eben, frei von Rissen, Staub und losen Absplitterungen sein und eine Oberflächenrauheit Ra ≤ 3,2 μm aufweisen. Raue und poröse Oberflächen absorbieren Aufprallenergie, was zu niedrigen gemessenen Härtewerten führt.
Vorteile dieses Shore-Härteprüfgeräts
Dieses tragbare Shore-Härteprüfgerät ist leicht und einfach zu bedienen.Es ist kein passender Prüfstand erforderlich. Große Kohlenstoffblöcke, Kohlenstoffziegel und Formrohlinge können direkt vor Ort geprüft werden, ohne dass Proben entnommen werden müssen. Es eignet sich für die Stichprobenkontrolle in der Produktionslinie und die Abnahme von Fertigprodukten direkt vor Ort.
Hocheffiziente zerstörungsfreie Prüfung
Die Messwerte liegen innerhalb von Sekunden vor und eignen sich daher ideal für schnelle Massenprüfungen. Der Aufpralleindruck ist extrem flach und beschädigt die Werkstückoberfläche nicht, sodass die nachfolgende Bearbeitung und Montage nach der Prüfung nicht beeinträchtigt werden.
Vorsichtsmaßnahmen
Es ist zu beachten, dass dieses Härteprüfgerät im Vergleich zur statischen Härteprüfung hinsichtlich der Genauigkeit Einschränkungen aufweist: Die Messwerte streuen mit mittlerer Präzision. Die Ergebnisse werden maßgeblich von der Vertikalität des Geräts, der Oberflächenbeschaffenheit der Kohlenstoffblöcke, inneren Poren und der Graphitkornorientierung beeinflusst. Mehrpunktmessungen an derselben Probe weisen erhebliche Schwankungen auf. Härtedaten sind nur für Kohlenstoffblöcke mit ähnlichem Elastizitätsmodul und ähnlicher Porenstruktur vergleichbar. Messwerte von Kohlenstoffblöcken mit unterschiedlichen Zusammensetzungen oder Graphitisierungsgraden können nicht direkt verglichen werden.
Bei der Prüfung richten sich die Partikel während der Kohlenstoffblockformung gerichtet aus, was zu unterschiedlichen Rückprallwerten parallel und senkrecht zur Formungsrichtung führt. Während der Prüfung muss eine feste Probenahmerichtung eingehalten werden; andernfalls sind die Prüfdaten ungültig.
Veröffentlichungsdatum: 18. Juni 2026

